Sonntag, 16. Dezember 2018

VeganArtworks auf Reisen | Vegan am Comer See - Werbung wegen Restaurant Nennung

Der Comer See hat wirklich etwas tolles an sich. Es gibt hier wunderschöne Orte mit kleinen Gassen, alte Ruinen und süße Läden. Ich war hier leider nur ein paar Tage aber es war so schön, dass ich sicher irgendwann nochmal hier her kommen werde.

Übernachtet haben wir in Lierna. Lierna liegt ziemlich mittig am "Lago di Como" und man kann von hier aus viel entdecken. Im Ort selbst ist leider nicht allzu viel los doch hast du es nicht weit bis nach Varenna - was etwas nördlicher liegt. Von hier aus kannst du die Fähre nach Bellagio oder Menaggio nehmen und nach Herzenslust shoppen oder dir Gärten und Villen anschauen. Sofern du das möchtest natürlich.

Worauf du dich hier nicht so verlassen solltest sind die Ankunfts- und Abfahrtszeiten der Fähre. Die sind immer anders als es einem gesagt wird oder als es geschrieben steht. Oder wir haben hier alle irgendetwas komplett falsch verstanden... Es wird auf jeden Fall sehr oft und sehr laut gesagt, wohin die Fähre geht die gleich abfährt. Beim drauf laufen wird es dir auch noch sehr oft gesagt - du kannst hier also kaum etwas falsch machen und komplett woanders landen.

Okay, du bist allerdings wegen dem Essen hier oder? Ich auch :D Naja es ist Italien, hier gibt es sehr viel Pasta. Allerdings gibt es am Comer See auch viel Fisch und andere Meeresfrüchte. Es ist durchaus möglich hier gut vegan zu essen. In Lierna direkt gibt es zum Beispiel der/die/das Sottovento lago di Como. Du kannst von dort aus direkt auf den See schauen, allerdings durch eine Glaswand getrennt die sich aber öffnen lässt. Ich habe dort Pasta mit Tomatensauce, Kapern und Oliven gegessen. Mit Parmesan oben drüber aber da kannst du sicher sagen, dass sie den weg lassen sollen.


Sonst gab es in dem kleinen Ort leider keine andere vegane Option, keine ansprechende auf jeden Fall. In Menaggio sieht das schon wieder anders aus. Hier gibt es viel mehr Restaurants.

Im Prinzip kannst du (wenn du wie wir im Urlaub "nur" vegetarisch unterwegs bist) in Italien ja immer gut Pizza und Pasta essen.

In Varenna gibt es ein sehr schönes und gutes Restaurant fast direkt neben dem Hafen für die Fähre. Das Ristorante Trattoria Cavallino. Hier sitzt man außen mit einer wunderschönen Aussicht auf den See.


Ich weiß gar nicht mehr, was wir alle so genau gegessen haben aber hier ist ein kleiner Einblick ;) Ich verlinke dir auch mal direkt die Karte - wenn ich mir die so anschaue, hatte ich wahrscheinlich Tagliatelle mit hausgemachtem Pesto.

Wir waren wie gesagt nicht allzu lang am Comer See also war es das leider schon von mir mit Restaurant Empfehlungen. Du kannst hier in den Kommentaren gern weitere hinterlassen solltest du schon mal dort gewesen sein.

Was jetzt noch offen wäre ist Schottland. Ich weiß nicht ob daran Interesse besteht und unser Schottland Urlaub ist jetzt auch schon fast 2 Jahre her, keine Ahnung ob ich noch alles zusammen bekomme.

Für diese Woche und für Italien war es das jetzt erst einmal. Ich melde mich hier auch erst im neuen Jahr wieder. Ich wünsche dir wunderschöne Feiertage und einen guten Rutsch ins neue Jahr! 

Meine Gewürz-Schatzkiste

Ich plaudere heute mal nicht aus dem Nähkästchen sondern aus dem Gewürzkästchen ;D Okay, schlechter Spruch aber egal. Es geht heute um das, was jedem Gericht den besonderen Kick gibt: Gewürze. Und vielleicht bist du ja auch so jemand wie viele Menschen in meinem Bekanntenkreis die nur Salz und Pfeffer kennen? - Ich werde dir heute mal meine Lieblingsgewürze vorstellen die ich fast täglich verwende.


Was es leider nicht auf das Foto geschafft hat - ich aber wirklich täglich verwende - ist Zimt. Ich mag ihn sehr in Winter Minestrone aber ich esse ihn jeden Tag zum Frühstück. Das besteht aus Obst (meistens Äpfel), Sojajoghurt (ungesüßt), Rosinen, Leinsamen und Zimt. Angeblich soll er ja bei der Fettverbrennung helfen. Ich hab dazu jetzt keine Erfahrungswerte - er schmeckt mir einfach.

Ich mag Schärfe. Viel Schärfe ;) Deswegen verwende ich Chili bei jeder sich bietenden Gelegenheit. Da ich den Geschmack von Pfeffer irgendwie nicht so gut finde, kommt Chili wirklich fast jeden Tag zum Einsatz. Ich hab Chili gern in getrockneter Flockenform. Da kann man es besser dosieren und der Rest wird nicht schlecht.

Eigentlich bin ich ja Fan von frischen Kräutern und mag diese auch fast immer lieber als getrocknete Kräuter. Warum fast? Weil ich Oregano getrocknet viel intensiver und leckerer finde als den frischen. Der gehört einfach in jedes italienische Gericht und auf jeden Fall in eine gute Bolognese Soße.

Scrambled Tofu Gewürz ist jetzt zwar eine Gewürzmischung aber die besteht aus einzelnen Gewürzen die ich an sich auch toll finde. Wir packen da Zwiebelpulver mit rein, außerdem Knoblauchpulver, Kala Namak (Schwefelsalz) und noch ein paar andere Gewürze. Das wird mit etwas Wasser angerührt und kommt über den gebratenen Tofu.
Falls hier mal ein Rezept dazu gewünscht ist, schreibt es mir gern in die Kommentare.

Salz. Ich weiß, zu viel Salz ist nicht gesund aber ich brauche es. Ich hab ein kleines Salz-Problem weil es für mich nie genug von dem weißen Pulver sein kann. Ich hab sehr gern Salz mit verschiedensten Zusätzen drin. Aus Kroatien hab ich ein Meersalz mit dalmatinischen Kräutern oder eines mit Chiliflocken und sogar ein Meersalz mit Trüffel - ebenfalls aus Kroatien. Wir holen das im Urlaub immer direkt in einer Saline.



Und? Welcher Gewürz-Typ bist du? Hast du - wie wir - deinen Schrank auch mit über 100 Gewürzen und Kräutern voll gestellt (das ist kein Scherz, ich hab sie vor ein paar Wochen gezählt) oder kennst du gerade einmal Salz und Pfeffer? 

Sonntag, 9. Dezember 2018

Rezept | Pasta mit Herbst- / Wintergemüse

Ich hab mal wieder ein Rezept für dich. Das kommt sehr selten vor - ich weiß. Ich bin da noch total ungeübt und stell mich etwas dämlich an wenn es darum geht mir Rezepte auszudenken. Ich fühl mich sicherer, wenn ich etwas nachkochen kann.

Aber diese Woche war Pasta-Woche bei mir (ja, es gab jeden Tag Pasta) und ein Gericht hab ich etwas improvisiert.

Bei uns Zuhause steht immer irgendein Kürbis rum - zumindest in der dunklen Jahreszeit. Kürbis kann man einfach so toll kombinieren zum Beispiel mit Spinat, Tomaten, im Salat oder auch als veganes Gulasch.

Ich wollte ihn aber an diesem Tag mediterran zubereiten und hab mir dazu noch Fenchel und Karotten geholt. Und ein paar Tomaten die ich übrig hatte - die passen aber nicht in die Jahreszeit. Ich versuche normalerweise immer relativ regional und saisonal zu kochen.

Okay, genug geredet. Du willst das Rezept? Büddeschön:


Rezept für 2 Personen

- 1/2 mittelgroßer Hokkaido Kürbis
- 1 Fenchel
- 2 Karotten
- 200g - 250g Spaghetti oder Linguine (oder jede andere Pasta)
- 1 - 2 EL Olivenöl (zum braten)
- 1 EL Zitronenöl
- 1 Stiel Rosmarin
- etwas getrockneten Thymian und Oregano
- Salz
- Chili

1. Den Kürbis ggf. schälen und in mundgerechte Stücke schneiden. Fenchel und Karotte ebenfalls putzen, waschen und klein schneiden.

2. Das Gemüse in eine Auflaufform / Bräter mit Deckel o.Ä. geben (damit es nicht austrocknet und saftig bleibt). 1 - 2 EL Öl, Rosmarin und etwas Salz dazu geben und für ca. 30 Minuten bei 200° C Umluft im Backofen garen.

3. Ca. 15 Minuten bevor das Gemüse fertig ist das Wasser für die Nudeln zum Kochen bringen. Die Nudeln hineingeben und das Wasser gut salzen.

4. Das Gemüse aus dem Ofen nehmen und mit Chili (so viel wie man verträgt ;)), Thymian und Oregano würzen. Den Rosmarin Stiel entfernen.

5. Die Nudeln abgießen aber ca. 2-3 EL vom Kochwasser mit in das Ofengemüse geben (das macht es cremiger). Die Nudeln zum Gemüse in die Auflaufform geben und gut durchmischen.

6. Die Pasta mit dem Gemüse auf einen Teller geben, mit dem Zitronenöl beträufeln und servieren.




Das Zitronenöl würde ich auf jeden Fall mit darüber geben. Das gibt nochmal einen richtig tollen frischen Kick und passt super zu dem Fenchel. Alternativ geht auch etwas Zitronenschale oder -saft aber ich empfehle wirklich das Zitronenöl.

Wer keinen frischen Rosmarin auf dem Fensterbrett hat kann natürlich nach dem Garen im Ofen auch getrockneten Rosmarin zusammen mit den anderen Kräutern darüber geben.

Ich finde das Rezept super, wenn man zwar total Lust auf italienisches Essen hat, es aber einfach nicht die Zeit für Zucchini, frische Tomaten u.Ä. ist.

Ich hoffe du kochst es mal nach und lässt mich wissen, wie es dir geschmeckt hat ;)

Ein schönes Rest-Wochenende und einen super tollen Start in die nächste Woche wünsche ich dir!


<3 Julia

Sonntag, 18. November 2018

VeganArtworks auf Reisen | Vegan in Dublin (Irland) - Werbung da Restaurant Nennung

Im August habe ich über vegane Restaurants in Paris geschrieben. Oder sollte ich sagen "mich darüber ausgelassen"? Heute soll es um die Hauptstadt von Irland und Irland an sich gehen. Wie gut kann man vegan in Irland essen? Ist es günstig oder unbezahlbar? Leicht zu finden oder muss man stundenlang im Internet suchen? Ist es gutes veganes Essen oder eher Fastfood? Ich hoffe, ich kann dir diese Fragen in diesem Blogpost beantworten.

Ein paar Eckdaten: Wir waren Anfang Mai für 2 Wochen mit dem Auto in Irland und sind einmal der Küste entlang gefahren. Dublin war der erste Anlaufpunkt. Wir haben dort bei einem sehr netten Paar übernachtet und wirklich gut gegessen. Ich bekomme die Reihenfolge nicht mehr so ganz hin aber ein echt gutes Restaurant war das "Happy Food". Die Umgebung hier war nicht so super, dafür das Essen. Wir hatten beide eine Tofu BBQ Ribs Bowl mit Getränk und eine kleine Nachspeise für unter 10 Euro. Das war mit Abstand das beste Essen in Dublin. Dann waren wir noch einen Abend im "Thunder Road Cafe" da das Hardrock Cafe leider geschlossen hatte. Ich meine wir hatten da entweder Vegetable Fajitas oder einen Burger. Ganz vegan ging da nicht aber zumindest vegetarisch.

Das war auch das Problem im Rest von Irland. Komplett vegan ist richtig schwer deswegen machen wir im Urlaub (wie bereits schon einmal erwähnt) Ausnahmen und essen "nur" vegetarisch. Ich möchte den Urlaub auch genießen und nicht stundenlang nach veganen Restaurants suchen oder mich nur von Salat mit Essig Öl Dressing ernähren.

Da wir fast jede Nacht gecampt haben, haben wir auch viel selbst gekocht. Hier war vegan dann wieder möglich.

Das "Blue Door Restaurant" in Adare ist eher weniger zu empfehlen. Ein Hauptgericht kostet hier über 20 Euro und das ist es auf keinen Fall wert.

Fun Fact:
Das "Blue Door Restaurant" befindet sich im Südwesten bei Limerick und sehr weit im Norden von Irland gibt es noch das "Red Door Restaurant". Wir wollten eigentlich beide besuchen doch hat es zeitlich nicht so geklappt wie wir uns das vorgestellt hatten.

Das absolute Highlight in Irland war auf jeden Fall das Restaurant "Paradiso" in Cork. Auch wenn die Stadt an sich nichts zu bieten hat, das Essen hier in diesem Restaurant ist der absolute Wahnsinn. Das Paradiso ist ein rein vegetarisches Restaurant und hat auch ein paar Zimmer zum Übernachten. Für ein 3 Gänge Menü zahlt man aber auch 45 Euro ohne Getränke. Wir haben dort um die 120 Euro gelassen. (mit Trinkgeld)

Fazit:
Komplett vegan ist in Irland sehr schwierig bis unmöglich. Wenn man wirklich nur campt und nur selbst kocht ist es natürlich kein Problem aber sobald man essen gehen möchte wird es zu einem.

Wenn man "nur" vegetarisch essen möchte sieht es anders aus. Dies kann man gut und auch relativ günstig bekommen. Ich nutze für die Restaurantsuche ganz einfach Google Maps, das funktioniert super.

Was ich aber trotzdem jedem empfehlen würde ist, sich vorab Restaurants raus zu suchen die auf der Route liegen die man fahren möchte. Sich die Öffnungszeiten anzuschauen und die Erreichbarkeit.
Das geht natürlich nur wenn man vorab auch eine fest geplante Route hat.

Habt ihr noch Tipps für vegan Essen im Ausland? Schreibt mir gern eure Erfahrungen in die Kommentare ;)

Sonntag, 7. Oktober 2018

Vegane Ersatzprodukte

Ich hasse es, wenn man den Begriff "Ersatzprodukte" verwendet. Es gibt keine Ersatzprodukte. Alle Rezepte sind wandelbar und nicht fest. Es gibt nicht nur ein Lebensmittel mit dieser einen Eigenschaft die man unbedingt braucht. Es ist doch die Abwechslung die den Spaß am Kochen, Backen und Essen ausmacht.

Wir reden heute trotzdem über "Ersatzprodukte" da es anfangs leichter ist feste Rezepte zu haben die man nachkochen oder nachbacken kann. Vor allem bei einer Ernährungsumstellung - so ging und geht es mir auch. Ich bin noch nicht komplett "über dem Berg" was rezeptfrei Kochen betrifft aber es wird langsam ;)

Veganes Backen

Das größte "Problem" was es zu lösen gilt sind anfangs sicher die Hühnereier. Was nimmt man zum binden vom Teig? Naja, lustige Geschichte: Man braucht sie eigentlich nicht und könnte sie einfach komplett weg lassen. Um das Gewissen zu beruhigen kann man allerdings auch auf folgende "Ersatzprodukte" zurück greifen.

- 1/2 reife Banane
- 80 g Apfelmus
- 1 EL gemahlene Leinsamen mit 3 EL Wasser vermengt
- 1 EL Chia Samen mit 3 EL Wasser vermengt
- 1 Esslöffel Essig und 1 Teelöffel Natron vermischt
- 50 g pürierter Seidentofu
Jeder Punkt ersetzt jeweils 1 Hühnerei

Kuhmilch zu ersetzen ist noch einfacher. Hier kannst du einfach Mandelmilch, Hafermilch, Cashewmilch, Haselnussmilch, Kokosmilch, Reismilch, Reis- Kokosmilch, Sojamilch ... nehmen. Nichts leichter als das ;)

Statt Gelantine nimmst du einfach Agar Agar. Das ist ein pflanzliches Geliermittel was du vorher auch heiß machen musst. Ich brauch es nicht so oft und hab es glaube ich auch nur 1x benutzt aber es hat echt gut geklappt.

Eischnee zu ersetzen ist eigentlich auch einfach nur hab ich das noch nie probiert bzw. noch nie gebraucht. Das Stichwort heißt Aqua Faba. Zu viel will ich dazu nicht sagen weil ich es wie gesagt noch nie ausprobiert habe aber im Endeffekt ist es das Kochwasser von Hülsenfrüchten welches man wie Eischnee aufschlagen kann. 


Veganes Kochen

Chris macht - soweit ich es gehört habe - sehr gute Pulled Pork Burger. Ich hab so was noch nie gegessen und möchte es auch nicht mehr aber wir haben mal einen Pulled Jackfrucht Burger gemacht und der war schon sehr sehr geil.

Statt Hackfleisch kannst du gut Linsen oder zerbröselten Naturtofu nehmen. Für Burger auch alle Arten von Hülsenfrüchten.

Ich nehm für helle Soßen gerne statt Sahne nicht unbedingt Sojasahne sondern Mandelmuß vermischt mit Wasser. Das klappt super, so mach ich auch oft meine eigene Mandelmilch für den Kaffee.

Zum Überbacken geht nichts über einen tollen Hefeschmelz. Du machst eine Mehlschwitze, gibst Wasser, Senf und Hefeflocken dazu und rührst so lange, bis es die gewünschte Konsistenz hat.

Um einen fischigen Geschmack zu bekommen kann man einfach Algen nehmen. Über Nährstoffe rede ich hier lieber nicht, zwecks Omega 3 Fettsäuren solltest du dich auf jeden Fall informieren aber das würde den Rahmen hier sprengen.

Wie ich im Blogpost über Grundausstattung in der veganen Küche vor 2 Wochen erzählt hab, benutze ich tiefgekühlte Waldpilze für eine dunkle "Bratensoße". Das klappt ganz wunderbar indem du diese mit Zwiebeln einfach anbrätst, mit Gemüsebrühe ablöschst und das ganze pürierst.

Um Schnitzel zu ersetzten gibt es sehr viele Fertig-Ersatzprodukte die ich mir selber auch schon mal gekauft hab, und es schmeckt schon ganz gut und teilweise echt - echt. Nur ist in so Fertigzeug eben viel drin was nicht gut tut und auch total unnötig ist. Nimm dir einfach einen Kohlrabi oder Knollensellerie und schneide ihn in 1 cm dicke Scheiben. Diese panierst du und bäckst ganz normal in der Pfanne aus. Ich liebe Kohlrabi Schnitzel, die schmecken super lecker und du weißt auf jeden Fall was drin ist wenn du sie selber machst.


Veganes Grillen

Ich widme dem veganen Grillen eine extra Unter-Überschrift da es nichts geileres gibt als vegan zu grillen. Das ist auch der Teil von dem die meisten Menschen denken, dass es totaaal schwer ist zu veganisieren. Ich sag dir jetzt mal was: Ist es nicht.

Es gibt ein ganz tolles Buch von 2 ganze tollen Menschen und die Grill-Rezepte in dem Buch sind der Wahnsinn. Du kannst Tapas-Spieße mit kleinen Kartoffeln und Paprika machen, Fächerkartoffeln, Pesto-Brot, selbst gemachte Schnitzel aus Seitan, leckere Salate und als krönenden Abschluss gegrillte Ananas mit Ahornsirup.

Bei uns ist die Grillsaison ja sowieso das ganze Jahr über und wir grillen selbstverständlich auch im Winter. Erst vor ein paar Wochen - als es aber schon relativ kühl war - gab es bei uns einen Tempeh-Burger mit leckerem Feigen-Zwiebel Chutney. Der Kreativität sind beim Grillen wirklich keine Grenzen gesetzt und wenn du einmal bei uns zum Grillen warst, brauchst du kein Fleisch mehr auf deinem Teller ;) Diese fertig marinierten Schnitzel aus der Plastikpackung sind kulinarisch und auch gesundheitlich gesehen nicht wirklich gut.

Du siehst also es gibt genügend "Ersatzprodukte" die einen Umstieg auf die vegane Ernährung mehr als einfach machen. Hast du noch Ideen für Ersatzprodukte oder hab ich etwas vergessen bei dem du nicht weißt wie man es ersetzen könnte? Ich freue mich über jeden Kommentar! :)

Sonntag, 30. September 2018

Urban Gardening - Balkonupdate #4

So langsam kommt er, der Herbst. Auf unserem Balkon wächst aber im Moment noch sehr viel. Die Beerensträucher haben ja so gut wie nichts abgeworfen und auch die Paprika und Erdbeeren wollten nicht so.

Der Kohl und der Brokkoli lassen sich auch sehr viel Zeit, ich hoffe das wird alles noch. Wir haben schon mal etwas die Kartoffeln angebuddelt und aus der einen kleinen verschrumpelten Kartoffel die Chris im Mai eingepflanzt hat, sind schon sehr viel mehr geworden.


Den Schnittlauch musste ich teilen weil er mittlerweile sehr buschig und groß geworden ist. Das Basilikum - was ich wegen dem Mehltau radikal runter geschnitten habe - ist wunderschön nachgewachsen.

Aktuell wächst noch vor sich hin:
Brokkoli - Weißkraut - Rotkraut - Kartoffeln - Lavendel - Schnittlauch - Paprika - Erdbeeren - Himbeeren - Johannisbeeren - Oregano - Petersilie - Salbei - Liebstöckel - Currykraut - Schnittknoblauch - Minze - Thymian - Basilikum - Rosmarin - Zitronen und Limetten.



Also noch so einiges und das auf nur 3m²!

Es ist das erste Jahr in dem wir uns als Gärtner versuchen und viel hat geklappt, viel aber auch nicht. Wir müssen den Kohl nächstes Jahr besser vor Raupen beschützen. Nur weil wir im Dachgeschoss wohnen heißt das nicht, dass es keine Schädlinge gibt. Da hab ich mich wohl zu früh gefreut. Auch hab ich die Paletten etwas weiter von der Wand weg gestellt um Mehltau vorzubeugen.



Den Lavendel haben wir auch schon runter geschnitten. Auf den flog so ziemlich alles. Wir hatten viele Bienen und Schmetterlinge bei uns - vielleicht auch dank unserer Bienentränke.


Was ich auf jeden Fall nächstes Jahr noch gern haben möchte ist Feldsalat, Physalis und Eisenkraut.




Ich hoffe nur, dass wir viel durch den Winter bekommen. Es wäre auf jeden Fall um den Zitronen- und Limettenbaum sehr schade. Und um den Rosmarin aus Italien.


Die Paletten mit den Kräutern werden wir im Winter auch in die Wohnung stellen, das sollte klappen denke ich.



Wächst bei dir im Garten aktuell noch etwas oder fängst du vielleicht jetzt schon an, den Garten oder Balkon auf den Winter vorzubereiten?

Ich hab noch keine Erfahrung damit aber noch sollte es warm genug für alles sein hoffe ich.


Lass mir gern einen Kommentar da, ich würde mich freuen!

Sonntag, 23. September 2018

Grundausstattung der veganen Küche | Essbar (teilweise Werbung)

Essbare Dinge

So, kommen wir zum interessanteren Thema (denke ich). Den Vorräten die bei mir immer Zuhause sind. Es ist immer total lustig, wenn ich Sonntags (so wie heute) da sitze und das Mittag- und Abendessen der Woche plane und daraufhin die Einkaufsliste schreibe. Für nächste Woche hab ich schon vorgeplant und meine Einkaufsliste besteht fast nur aus Gemüse und Obst. Es gibt wirklich so grundlegende Dinge die, wenn du sie immer Zuhause hast, schon fast für ein komplettes Gericht reichen. Als Beispiel hier mal die Einkaufsliste für nächste Woche:

-> Da ich den Beitrag aufgeteilt habe, hab ich das alles letzte Woche schon gekauft und gegessen^^

- Speisestärke (ist ausgegangen)
- Süßkartoffeln
- Avocado
- Tomaten
- Paprika
- Frühlingszwiebeln
- Salat
- Kiwi
- Birnen
- Blaubeeren
- Äpfel
- Soja-Joghurt
- Kastenbrot
- Wraps

Und mein Plan für nächste Woche:
- Ofen-Süßkartoffel mit Guacamole und Mais (und vielleicht Linsen)
- Japanisches Curry
- Schupfnudeln mit Kraut
- Dicke Suppe mit Pflaumen und Linsen

(Wochenende wird dann immer mit meinem Freund zusammen geplant und nochmal extra eingekauft)

Und für Mittags in der Arbeit:
- Overnight Oats mit Obst (stehen aktuell schon im Kühlschrank)
- London Style Sandwich mit Brokkoli und Rauke Sprossen (stehen gerade so rum)
- Wraps mit Salat + Resten (Avocado, Mais, ..)
- Salat mit Kichererbsen, Tomaten und Paprika
- Bowl mit Salat, Karotten + Resten (Kürbis, Mais)

Du siehst also, ich finde meinen Plan für nächste Woche eigentlich sehr abwechslungsreich und muss dafür fast nur frische Zutaten einkaufen. Den Rest hab ich fast immer Zuhause. Du solltest auch so weit es geht immer saisonal und regional einkaufen. Kiwi ist jetzt sicher nicht regional aber ich hab darauf so Lust im Moment. Sorry! ;)

Da ich den Beitrag ja schon letzte Woche angefangen habe, hab ich von einem Gericht auch schon ein tolles Foto für dich ;D


Was hab ich also immer im Haus (oder in der Wohnung)?

Im Kühlschrank
Also im Kühlschrank steht bei mir - außer frisches Gemüse - viel Eingelegtes rum. Ich liebe eingelegten Knoblauch oder das selbst gemachte Zucchini Chutney von meiner Mama. Eingelegte rote Beete oder Artischocken dürfen auch nicht fehlen.
Dann hab ich oft selbst gemachte Aufstriche aus Resten im Kühlschrank oder auch mal gekaufte Aufstriche, verschiedene Grillsoßen und ganz Wichtig: Sojasoße und Sriracha Soße für meine gebratenen Nudeln *Liebe*
Dann haben wir noch selbst gemachte Gemüsepaste und Knoblauchpaste im Kühlschrank. Und wie viele Andere sicher auch so Dinge wie Tomatenmark, Senf, Ketchup, Marmelade...

Im Tiefkühlfach
Unser TK Fach ist normal immer gut gefüllt. TK Gemüse haben auch oft mehr Vitamine als Gemüse aus dem Supermarkt weil es fast direkt nach der Ernte tiefgekühlt wird und so die Vitamine nicht verloren gehen. Was grundsätzlich immer da ist sind TK Kräuter (geht dann doch schneller als raus in den Balkon-Garten zu gehen, den Schnittlauch abzuschneiden und ihn klein zu hacken), Reste von Kokosmilch, dank einem Tipp von Jamie Oliver seit ein paar Wochen auch immer ganze Chili da wir nie alle auf einmal aufbrauchen, TK Spinat, Kürbis und Erbsen und diverses TK Obst für Smoothies oder Müsli. Ganz wichtig: Eine TK Waldpilz Mischung für dunkle "Braten" Soßen. Aktuell ist auch Sellerie in Würfel eingefroren. Ganz ehrlich wer verbraucht schon einen ganzen Sellerie in einer Woche? Oder Weißkraut? Wird alles klein geschnitten und in Tupperdosen (vorsicht Werbung ~~) tiefgekühlt.

Im Vorratsschrank
Hier findet sich sicher die Größte Vielfalt bei uns. Wichtig ist gutes Vollkornmehl, dann haben wir viele andere Mehlsorten wie Quinoamehl, Kokosmehl, Sojamehl, Kichererbsenmehl, usw. Braucht man eigentlich nicht aber ich probier mich gern durch Mehlsorten.

Wir haben immer verschiedenste Nüsse und Trockenfrüchte für Curries oder Müsli da, sehr sehr viele Hülsenfrüchte (getrocknet) wie Kichererbsen, Linsen, verschiedene Bohnen...   

Reis und Nudeln sind auch immer im Haus. Ich warte da immer gerne bei den Nudeln wenn mal wieder Aktionswoche ist und es die für 0,75 € für die Packung gibt. Dann kauf ich schon mal um die 20 Packungen ein. Es lohnt sich allgemein Großpackungen zu kaufen - sind einfach günstiger. Ich fülle die dann immer in meine True Fruits Smoothie Flaschen (okay schon wieder Werbung, sorry!) oder in die alten Gläser von Marmelade oder Aufstriche.

Unser Gewürzregal fasst ca. 70 Gewürze. So übertreiben muss man es dann doch nicht aber Gewürze halten sich lange und machen aus noch so langweiligen Gerichten wahre Geschmacksbomben. Ich erinner' mich da an meinen Reis mit Zimt und Rosinen *schwärm* Wie gut das gerochen und geschmeckt hat... Was wirklich nicht in der veganen Küche fehlen sollte sind Hefeflocken (diese geben das schöne käsige Aroma), Kala Namak Salz (wenn man dann doch mal Lust auf Eier bekommt...) und geräuchertes Paprikapulver -> an der Stelle gehen ganz liebe Grüße an Flo raus ;D

Für helle Soßen hab ich gern Mandelmuß im Haus (lässt sich auch super in Overnight Oats verwenden), geschrotete Leinsamen (auch für Müsli oder als Eiersatz).

Um alle nötigen Fettsäuren zu bekommen sind Öle sehr wichtig. Leinöl haben wir immer daheim und mindestens ein Nussöl sowie Sonnenblumenöl und Olivenöl. Balsamicoessig und Rotwein- oder Weißweinessig sollte man auch da haben.

An Konserven haben wir nicht allzu viel. An erster Stelle stehen hier passierte Tomaten und Kichererbsen. Dann mag ich ab und zu Mais für Wraps und das war es eigentlich schon. Das eingelegte Gemüse ist ja meistens in Gläsern und lagert bei uns im Kühlschrank.


Im Garten / auf dem Balkon
Wir haben auf unserem Balkon über 10 verschiedene frische Kräuter übereinander in Paletten eingepflanzt, 3 Beerensträucher (die leider nicht so viel abgeworfen haben), Kohlrabi, Karotten, Kartoffeln, Weißkraut, Rotkraut, Brokkoli, Frühlingszwiebeln, Paprika und Tomaten. Braucht man jetzt nicht unbedingt alles, ist aber richtig schön wenn man den Pflanzen beim Wachsen zuschauen kann.
Aber auch auf dem Fensterbrett kann man gut Basilikum und Co. anbauen. Frische Kräuter schmecken einfach oft anders und viel intensiver als getrocknete Kräuter und ich würde jedem empfehlen mindestens einige davon immer da zu haben.

Falls ihr meine Updates zu unserem Balkon verpasst habt:
Update 1
Update 2
Update 3


Das war es auch im Großen und Ganzen. Der Plan für kommende Woche sieht ähnlich aus, die Einkaufsliste ist hier sogar noch viel kürzer.

- Toilettenpapier (ausgegangen)
- Zewa (ausgegangen)
- Äpfel bzw. anderes Obst
- Kartoffeln (ausgegangen)
- Austernpilze

Und es gibt:
- Rotkraut vom Wochenende mit Polentaecken
- Polenta mit Topinambur Gemüsepfanne
(Es ist noch etwas Gemüse vom Wochenende übrig was ich noch verbrauchen muss)
- Salat (Arbeit)
- Pak Choi - Austernpilz Wok
- Wraps (liegen im TK Fach von letzter Woche)
- Sandwich (das Brot liegt auch noch im TK Fach)
- Karottensuppe mit Ingwer

Wir haben wirklich auch immer viel frisches und saisonales Gemüse im Kühlschrank und zusammen mit den Lebensmitteln die wir im TK Fach, im Kühlschrank oder im Vorratsschrank haben, kann man ganz tolle und abwechslungsreiche Gerichte zaubern. 

Ich hoffe der kleine Einblick in unsere Küche hat dir gefallen und ich konnte etwas Inspiration weiter geben. Dann bleibt mir nur noch eine tolle nächste Woche zu wünschen und bis zum nächsten Mal ;)

<3 Julia